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Entscheidung fällt erst im nächsten Jahr

Windkraft: Warten auf die Genehmigung

Emmerthal. Nach Auffassung von Bürgermeister Andreas Grossmann werden noch einige Monate vergehen, bis über die Genehmigung der Windkraftplanungen entschieden ist. Das für die Planung zuständige Berliner Fachbüro sei beauftragt, die Antragsunterlagen zusammenzustellen, was bis Ende November dauern werde. Dann werde der Antrag beim Landkreis als Genehmigungsbehörde eingereicht. Die Behörde habe anschließend drei Monate Zeit, darüber zu entscheiden.

veröffentlicht am 16.10.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 16.10.2015 um 19:12 Uhr

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Diesen Zeitplan nannte der Bürgermeister im Ortsrat Grohnde, nachdem er am Abend zuvor im Gemeinderat keine Stellungnahme abgegeben hatte. „Man kann sich über Windenergie trefflich streiten, ein polarisierendes Thema“, sagte Grossmann bei der Sitzung in Grohnde. Er glaube aber, dass Politik und Verwaltung „verantwortungsvoll“ mit den Fragen umgegangen seien. Die Wahl der drei Vorranggebiete sei „ausgewogen“. Ausgenommen sei lediglich die Ortschaft Amelgatzen, wo wegen der Topografie und aus Naturschutzgründen keine Windkraftanlagen errichtet werden sollten.

Die Ortschaft Grohnde ist gleich mit beiden Dörfern von den Plänen betroffen. Sowohl die Gemarkung Grohnde als auch Lüntorf gehören zu zwei Konzentrationsflächen, wo Windräder errichtet werden könnten. Das Thema wurde von den Ortsratsmitgliedern am Mittwoch allerdings nur zur Kenntnis genommen.

Ratsherr Rolf Keller (CDU), Vorsitzender des mit den Windkraftanlagen betrauten Fachausschusses des Rates, war hingegen zur Sitzung nach Grohnde gekommen, um Ortsbürgermeisterin Rita Bode (SPD) um eine Erklärung zu bitten. Er zeigte sich irritiert darüber, dass sie zunächst im Fachausschuss trotz Vorbehalten für die Konzentrationsflächen gestimmt, im Rat am Dienstag diese aber abgelehnt habe. „Das war meine ganz persönliche Entscheidung“, meinte sie. Besonders die Bedenken der Bürgerinitiative zu möglichen Gesundheitsgefahren hätten den Ausschlag gegeben.cb

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