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Windkraft-Gegner: „Wir leisten Aufklärungsarbeit“

Bürgerinitiative weist Kritik des Bürgermeisters zurück

Emmerthal. Auf Unverständnis sind bei der Bürgerinitiative „Keine Windkraft im Emmertal“ Äußerungen von Bürgermeister Andreas Grossmann gestoßen. Wie berichtet, hatte er den Kritikern vorgeworfen, die eigentlichen Probleme vor Ort aus den Augen verloren zu haben. „Sie führen einen Feldzug gegen die Windenergie und die Energiewende im Allgemeinen“, sagte Grossmann. Stephan Stallmann als Vorsitzender der Bürgerinitiative weist diesen Vorwurf zurück. Er listet erneut die Argumente auf, die von den Windkraft-Gegnern in den vergangenen Monaten konkret gegen die Konzentrationsfläche B zwischen Kirchohsen und Grohnde vorgebracht worden sind. „Wir leisten Aufklärungsarbeit in Sachen Windkraft und Energiewende“, entgegnet Stallmann. Abgesehen davon findet er die Wortwahl des Bürgermeisters „mehr als unangebracht“. Ein Feldzug sei eine großangelegte militärische Unternehmung, um ein größeres Ziel während eines Krieges zu erreichen. „Was hat das mit der Arbeit der Bürgerinitiative zu tun?“, fragt ihr Vorsitzender. Sie sei gegen eine vollkommen ungeeignete Konzentrationsfläche, die „der Gemeinde und ihren Bewohnern einen maximalen Schaden zufügt“.

veröffentlicht am 05.11.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:02 Uhr

Christian Branahl

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Christian Branahl Reporter / Newsdesk zur Autorenseite
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Nach der Ratsentscheidung zugunsten der drei Windkraft-Konzentrationsflächen hat die Initiative in einer außerordentlichen Versammlung beschlossen, den „Kampf gegen diese Planung fortzusetzen“. „Dazu werden wir auch juristische Hilfe in Anspruch nehmen“, so Stallmann.

Derzeit werben die Aktiven bei den Einwohnern und Unterstützern einer Petition um finanzielle Unterstützung. Wenn die Windkraft-Kritiker genug Geld beisammen haben, um einen Juristen einzuschalten, wollen sie zu einer Informationsveranstaltung einladen, wie sie mitteilen.

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